Propagas/Flüssiggase werden einerseits durch Förderung von Erdgas gewonnen und fallen andererseits bei der Weiterverarbeitung von Erdöl (Rohöl) in Raffinerien als Nebenprodukt an. Das bedeutende Ursprungsprodukt von Flüssiggas ist also Rohöl. Somit zählen Flüssiggase genau wie Erdöl und Erdgas zu den fossilen Energieträgern.
Bei der Verarbeitung in Raffinerien wird das Rohöl einer atmosphärischen Destillation unterzogen, bei der es in seine einzelnen Bestandteile aufgeteilt wird. Die schweren Mitteldestillate (z. B. Heizöl schwer) werden im unteren Teil des Destillationsturmes abgezogen, darüber die leichten Mitteldestillate (z. B. Diesel) und darüber die Benzine. Am höchsten Punkt des Turms werden die leichtesten Komponenten, die Gase (wie z. B. auch Propagas) gewonnen.
Unter einem Druck von etwa 8 Bar werden die Flüssiggase dann vom gasförmigen in den flüssigen Zustand überführt, wodurch sich das Volumen um ein vielfaches verringert. So lässt sich das Propagas anschließend problemlos und mit verhältnismäßig geringem Platzbedarf transportieren.